Profil

Kuratorische Praxis

Im Jahr 2001 veranstaltete die Tanzinitiative Hamburg ein Festival, das mit dem Titel „manufacturing dance“ die Wechselwirkung von Kreation und Produktion im zeitgenössischen Tanz in den Fokus stellte. Experimentelle Arbeitsansätze bringen veränderte Erzählweisen und Ästhetiken hervor, die wiederum die Entwicklung neuer Präsentationsformate bedingen. Es ist ein Prozess kontinuierlicher Innovation und kontextueller Erweiterung des Genres Tanz, dem sich die frei arbeitenden Kuratorinnen und Künstlerinnen Barbara Schmidt-Rohr und Irmela Kästner in enger Kollaboration mit den jeweiligen Künstlern in jedem ihrer Projekte in ganz spezifischer Weise stellen. Als Gründungsmitglieder eines 1993 ins Leben gerufenen Kollektivs firmiert ihre Arbeit heute unter dem Namen Tanzinitiative Hamburg. Das Spektrum von Entwicklung, Produktion und Realisation umfasst Bühnenstücke, Jugend- und generationsübergreifende Community-Projekte, experimentelle Werkstätten, Gesprächsreihen bis hin zu spektakulären Inszenierungen im öffentlichen Raum. Verbindend ist die Idee von Choreografie als soziale Teilhabe, die sich auf unterschiedlicher Ebene vermittelt. Dabei wird genreübergeifend gedacht und gearbeitet. Die Projekte beleuchten aktuelle Kontexte, entdecken ungewöhnliche Spielorte, generieren und begeistern damit ganz neue Publikumsschichten. In den künstlerischen Begegnungen setzen wir auf lokale Ansässigkeiten, genauso wie auf Internationalität, realisiert in Kooperation mit Spielstätten und anderen Kulturinstitutionen, sowie weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wesentlich sind auch Recherche, Postproduktion und mediale Begleitung. So werden Video- und Fernsehbeiträge realisiert, die die Produktionen von Barbara Schmidt-Rohr und Irmela Kästner präsentieren und kontextualisieren. Buchbeiträge diskutieren einzelne Projekte.